Genoveffa – Endlich leben!

Alle Angaben entsprechen den Angaben der Pflegestelle. Alle Hunde wurden einmalig einem Tierarzt vorgestellt zur Blutprobenabnahme für den Mittelmeercheck. Hier erhält der Hund einen Erstcheck (Ohren, Augen, Zähne, etc.). Alter und Größen- sowie Gewichtsangabe können abweichen. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind immer möglich. Sie adoptieren Second-Hand-Hunde, die vorher kein Familienleben kannten und auf den Straßen ums Überleben gekämpft haben, dies hinterlässt oft psychische Spuren und körperliche Defizite.


Genoveffa durfte Ende April auf eine Pflegestelle nach Köln reisen. In dem Tierheim, wo sie die letzten Jahre gelebt hat, hat die hübsche Hündin leider einige Kilos zugelegt. Der triste Tierheimalltag auf wenigen Quadratmetern Gehege lässt nicht viel Abwechslung zu und so passiert es gelegentlich, dass einige der Hunde aus Langeweile zu viel fressen und da es keinerlei Bewegung gibt, werden sie übergewichtig. Aber tatsächlich reduziert sich das schon jetzt merklich auf der Pflegestelle, denn die hübsche Hündin hat sich rasant entwickelt und begrüßt jeden Menschen und jedes Tier freundlich und freudig. Die Nachbarn werden schwanzwedelnd begrüßt und jede Streicheleinheit wird angenommen. Wie ein Schwamm saugt sie die neuen Eindrücke auf.

Sie lebt mit Hunden zusammen und hat auch schon Katzen kennengelernt. Kindern schaut sie interessiert nach und lässt sich dann auch sehr gerne von ihnen streicheln. Sie ist nicht futterneidisch und nimmt ihr Futter gemeinsam mit den anderen Hunden. Interessiert und entspannt geht Genoveffa spazieren, egal ob an einer befahrenen Straße, im Wald oder am Rhein.

Im Rudel bleibt sie auch schon problemlos allein zu Hause. Sie lernt so faszinierend schnell, dass wir das kaum fassen können. Sie scheint ihre Vergangenheit an den Nagel gehängt zu haben und hat sich geöffnet für den Moment und die Zukunft. Faszinierend ist auch, dass sie sich dem Pflegepapa sehr zugewandt hat. Natürlich darf auch die Pflegemama alles, aber ihr Herrchen auf Zeit steht ganz hoch im Kurs. Auch Ohren säubern, kämmen oder Augentropfen verabreichen, Genoveffa scheint alles dankbar anzunehmen.

Wir vermuten, dass Genoveffa ein Jagdhund-Mischling ist, so dass wir zu diesem Zeitpunkt noch keinerlei Aussagen über Jagdtrieb machen können. Bisher zeigt sie sich hier absolut unauffällig, was aber nicht heißt, dass das noch kommen kann. Wir wünschen uns für die bezaubernde Genoveffa folgende Lebensbedingungen:

– Haus oder Parterre-Wohnung mit Gartengrundstück, sicher eingezäunt.
– Klare Menschen, die in ihrer Kommunikation mit dem Hund konsequent und eindeutig sind.
– Menschen, die einen Familienhund suchen und die Verantwortung ernst nehmen.
– Täglich großzügige Spaziergänge müssen auf der Tagesordnung stehen.
– Ländliche Umgebung
– Gerne mit Kindern ab ca. 8 Jahren
– Hunde dürfen vorhanden sein

Natürlich möchten wir euch Genoveffas Vergangenheit nicht verschweigen:

Zurück ins Jahr 2018. Im März 2018 ist einer Kollegin von uns, die sehr oft auf Sardinien ist, im Industriegebiet von Telti eine kleine Gruppe streunender Hunde aufgefallen. Die Tiere waren allesamt noch sehr jung, in einem schlechten Zustand und völlig unterernährt. Unter ihnen war auch die hübsche Hündin Genoveffa. Jeden Tag ging unsere Kollegin dorthin, um die kleinen Hunde zu füttern. Und als sie abgereist ist, übernahmen dies eine Freundin und unsere Kollegen aus dem Kooperationstierheim, der L.I.D.A. in Olbia. Natürlich war dies kein Zustand, da die Hunde alle nicht kastriert waren und die Situation so in einer Endlosschleife geendet wäre. Somit wurde begonnen, die Tiere anzufüttern und Lebendfallen aufzustellen, um sie darin zu fangen. Dies gelang auch nach und nach und die Hunde wurden von da an in der L.I.D.A. betreut und versorgt.

Selbstverständlich sollten die Hunde nicht bis an ihr Lebensende im Tierheim bleiben müssen, deshalb gaben wir ihnen nach und nach auf unserer Homepage ein Gesicht. Einige, wie zum Beispiel Luna, Irina, Iris haben bereits ihr Traumzuhause in Deutschland gefunden. Ein paar dieser Telti-Hunde sind noch in der L.I.D.A. und auch sie sollen auf der Sonnenseite des Lebens ankommen.

Wir vermitteln bundesweit, wenn du dazu bereit bist, Genoveffa auf der Pflegstelle kennenzulernen und abzuholen.

Geboren

ca. 01.01.2017

Alterskategorie

Erwachsene

Rasse

Pointer Mischling

Schulterhöhe

ca. 48cm

Gewicht

ca. 22kg

Geschlecht

Weiblich

Kastriert

Ja

Geimpft

Ja

Gechippt

Ja

Mittelmeerkrankheiten

Test folgt

Krankheiten

Keine bekannt

Handicap

Nein

Aufenthaltsort

50767 Köln

Bundesland

Nordrhein-Westfalen

Gesucht wird

Zuhause

Hundeverträglichkeit

Ja

Katzenverträglichkeit

Unbekannt

Kinderlieb

Ja

Jagdtrieb

Unbekannt

Garten

Ja

Zweithund

Gerne, kein Muss

Hundeschule

Ja

Ansprechpartner

Stefanie Richter


Mitglied des Vorstands
Vermittlung Hunde

Telefon: (0177) 32 68 50 9
E-Mail: stefanie.richter@streunerherzen.com

Video

Rassebeschreibung

Wir stellen vor: Englischer Pointer

Pointer Mischlinge


Geschichte bzw. Herkunft

Wie bei manch anderer Rasse, gibt es auch über die Herkunft des Pointers mehrere Theorien. Manche behaupten, die Rasse sei von den Westgoten begründet worden, die diese während der Völkerwanderung auf die Iberische Halbinsel brachten und die weißbunten Hunde außerordentlich hoch einschätzten. In Gesetzesüberlieferungen aus dieser Zeit finden sich Hinweise, dass das Töten eines solchen Hundes mit drastischen Strafen geahndet wurde.

Andere sind der Ansicht, dass die Franzosen ihre eigenen Pointer züchteten schon bevor spanische Pointer zu Beginn des 18. Jahrhunderts nach Britannien kamen und dass somit Hunde sowohl aus Spanien als auch aus Frankreich auf die britischen Inseln importiert wurden. Die meisten Autoren vertreten die Ansicht, der Pointer sei nach dem Spanischen Erbfolgekrieg (1701-1704 ) von britischen Offizieren, die aus Spanien heimkehrten, auf die britischen Inseln gebracht worden. Die Spanier nannten ihre Vorstehhunde “perro da punta”, das sich von “puntear”, auf etwas hinweisen, zeigen, ableitet. Der Pointer ist also ein Hund, der auf etwas (Wild) hinweist (engl. to point). Die auf die Insel gebrachten Vorstehhunde waren den Briten zu langsam und zu schwerfällig, so dass sie englische Foxhounds und auch Greyhounds einkreuzten. Auf dem Festland entstanden die ersten Pointerzuchten in Belgien, als Pionier der Pointerzucht in Deutschland gilt Prinz Albrecht zu Solms-Braunfels, Hunde aus seinem Zwinger gingen in alle Welt.

Den Ersten Weltkrieg überstand der Pointer von allen britischen Vorstehhunderassen am besten, so dass nach Kriegsende noch einige gute Zuchttiere vorhanden waren, doch der Zweite Weltkrieg setzte der Rasse stark zu. Zum Kriegsende gab es nur wenige gute Zuchttiere, viele Züchter hatten aufgegeben oder waren verstorben. Nach dem Krieg wurden neue Zwinger gegründet, von denen der bedeutendste der Zwinger “v. Niedersachsenhof” in München war. Es wurden Hunde aus Skandinavien und Irland zugekauft, um wieder eine gute Zuchtgrundlage zu schaffen.

Wie auch bei anderen derart attraktiven Rassen, begannen einige Züchter, den Pointer für Ausstellungen noch eleganter zu züchten, es entwickelte sich neben dem Arbeitstyp ein Showtyp. Dessen Züchter legen keinen Wert auf jagdliche Leistung, sie züchten nur auf Schönheit.

Rassebeschreibung
  • Gruppe: 7. Vorstehhunde
  • Sektion: 2.1 Britische und irische Vorstehhunde
  • Größe: Rüden 63 – 69cm, Hündinnen 61 – 66cm
Erscheinungsbild
  • Körper: Harmonischer Körperbau, kräftige, geschmeidige Erscheinung, sehr elegant
  • Ohren: Hoch angesetzt, dicht am Kopf anliegend, dünnes Ohrleder, von mittlerer Länge, am unteren Ende leicht spitz
  • Augen: Leuchtend, mit freundlichem Ausdruck, nicht stechend und nicht nach unten auf die Nase blickend, die Farbe ist entsprechend dem Haarkleid haselnussbraun oder braun, dunkle Lidränder, bei zitronenfarbenen und weißen Hunden auch heller
  • Nasenschwamm: Weich und feucht, Nasenlöcher gut geöffnet, dunkel, bei zitronenfarbenen und weißen Hunden auch etwas heller gestattet
  • Fang: Leicht konkav, das Fangende befindet sich in einer Höhe mit den Nasenlöchern (dish-face), leichte Vertiefung unter den Augen
  • Kiefer/Zähne: Kräftige Kiefer mit komplettem Scherengebiss
  • Rute: Von mittlerer Länge, an der Wurzel dick, sich zur Spitze hin allmählich verjüngend, mit dem Rücken in einer Linie getragen, soll in der Bewegung von einer Seite zur anderen schlagen, soll sich nicht nach oben krümmen
  • Haare: Fein, kurz, fest, vollkommen glatt und anliegend mit ausgeprägtem Glanz
  • Farben: Die üblichen Farben sind weiß mit zitronenfarbenen, orangen, leberbraunen oder schwarzen Platten , auch einfarbig und tricolor sind gestattet
  • Gangwerk: Fließend und raumgreifend mit viel Schub aus der Hinterhand, dabei die Ellbogen weder ein- noch ausdrehend, das Hochheben der Vorderläufe ist nicht erwünsch
Rassespezifische Charakterzüge

Der Pointer ist ein Vollblutjagdhund, der wegen seiner rasanten Feldsuche gerne als der “Ferrari” unter den Vorstehhunden bezeichnet wird. Seine Aufgabe bei der Jagd ist das Aufsuchen von Federwild im offenem Gelände, er sucht dabei weiträumig im raschen Galopp und steht vor, sobald er Witterung eines Wildes aufgenommen hat. In dieser Stellung soll er unbeweglich verharren bis der Jäger nahe genug für den Schuss herangekommen ist.

Seine Jagdpassion ist zwar tief verwurzelt, dank seines ausgeglichenen und freundlichen Wesens ist er jedoch unter bestimmten Voraussetzungen auch als Familienhund geeignet.

Er ist zuhause ein ruhiger Hausgenosse, der wenig bellt und sehr verträglich mit Artgenossen ist.

Haltungsempfehlung

Wie jeder andere Hund auch, sollte der Pointer mit Geduld und Konsequenz erzogen werden, er eignet sich jedoch eher für erfahrene Hundehalter, die mit seinem Jagdtrieb umgehen können .Er muss ausreichend bewegt und auch geistig ausgelastet werden.

Wer einen Pointer im Freilauf erleben möchte, muss damit umgehen können, dass diese Hunde einen extrem weiten Aktionsradius haben.

Idealerweise sollte ihm eine Alternativbeschäftigung angeboten werden, bei der er seiner Passion nachgehen und seine exzellente Nase einsetzen kann, dazu eignet sich jede Art von Nasenarbeit. Auch für die Ausbildung zum Rettungshund ist der Pointer dank seiner exzellenten Nase und seines Finderwillens prädestiniert.


Reinrassige Pointer