Gino – Ein ♥ ist reserviert

Die Informationen stammen von unseren sardischen Kollegen und Tierärzten vor Ort. Alle Hunde werden/wurden meistens mehrfach von den Vermittlern besucht und auch beurteilt – so gut dies in den jetzigen Lebensumständen möglich ist. Alter, Größen- und Gewichtsangaben können abweichen. Wir können keine weiteren Auskünfte im Umgang mit Kindern und Katzen geben, wenn hier „unbekannt“ angegeben ist. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind immer möglich.


Was ist mir passiert?

Wie Ginos Vergangenheit aussah, können wir leider nicht sagen. Er kam mit ca. 2 Jahren ins italienische Canile nach Tortoli. Er wurde aufgegriffen, verwahrlost und streunend. Damals war er schon extrem ängstlich, was in der Zeit in Einzelhaft im Zwinger immer schlimmer wurde. Er hat sich aufgegeben, denn das Leben hält nichts mehr für ihn bereit außer Betonboden, einen kleinen engen Zwinger und den Ausblick durch Gitterstäbe.

Wo bin ich?

Gino befindet sich in einem italienischen Canile auf Sardinien. Dort lebt er allein in einem der zahlreichen Zwinger. Dort bestimmt die Routine seinen Ablauf: Er hat wenige Quadratmeter Zwinger unter freiem Himmel und eine Hundeklappe, die in einen winzigen Innenraum führt, wo eine Palette als Körbchen steht. Hier fristet der Rüde sein Dasein und anders kann man das auch nicht beschreiben. 24 Stunden, 30 Tage im Monat und 12 Monate im Jahr, Jahr für Jahr ohne Abwechslung, ohne regelmäßigen Kontakt zum Menschen. Ein erschütternder Moment, wenn man den Rüden sieht und diesen Alltag kennt.

Wie bin ich?

Als wir Gino Ostern 2023 sehen, was eigentlich falsch beschrieben ist. Denn als wir diese gegenüberliegenden Zwingerreihen betreten und ich meinen Blick schweifen lasse, sehe ich eine dunkle Hundegestalt, die schnell in das Innere des Zwingers huscht. Sofort nehme ich Fahrt auf und meine Neugier über dieses ängstliche Tier besiegt die vielen visuellen Reize der anderen Hunde. Da er nun verschwunden ist, frage ich den Tierheimleiter, wer hier lebt. Er sagt, ich kann den Zwinger betreten und als ich das tue und die Tür zu dem kleinen Innenraum öffne, schauen mich zwei wunderschöne braune Augen an und der aufgerissene Blick wendet sich sofort zur Wand. Wie ein Häufchen Elend sitzt er dort in der Ecke und versucht, sich unsichtbar zu machen.

Sein Fell ist nicht gepflegt, überall hängen hellbraune Stippen, totes Fell, aus seinem wuscheligen, schönen, kohlrabenschwarzen Fell. Sein Alter lässt sich für mich in diesem Moment nur schwer schätzen. Er sieht nicht steinalt aus, aber da er sich nicht bewegt, kann ich nicht erkennen, ob er schon Beschwerden im Gangbild hat. Auch in sein Maul kann und will ich nicht schauen, da er noch viel zu ängstlich ist.

Ich verbringe ein paar Minuten bei ihm, setze mich von ihm abgewandt in den Zwinger und ignoriere alles, was draußen mit meinen Kollegen passiert. Mein Herz schlägt in diesem Moment nur für diesen wunderschönen, verängstigten Rüden.

Nach einiger Zeit robbe ich in geduckter Haltung weiter auf Gino zu und er macht keinerlei Anstalten zu beißen oder mich zu warnen, zu nahezukommen. Dann berühre ich ihn das erste Mal und er zuckt ein wenig zusammen. Danach lässt er sich von mir streicheln, aber immer mit abgewandtem Blick.

Was ist ihm wohl zugestoßen? Was lässt ihn so verängstigt sein?

Was suche ich?

Fangen wir an mit der Umgebung. Sie sollten ländlich wohnen, ein Haus mit Garten und hohem Zaun haben, da er vermutlich die ersten Wochen nach Ankunft nur auf dem Grundstück und im Haus bleiben kann. Die neue Umgebung wird ihm ausreichend Kraft kosten, alles in sich aufzunehmen und sich zu öffnen, da können Spaziergänge überhaupt noch nicht getätigt werden.

Wir suchen Menschen, die Hundeerfahrung haben, möglichst auch mit unsicheren und ängstlichen Hunden. Es sollte mindestens ein souveräner, freundlicher Hund in der Familie sein, damit er viel ablesen und abschauen kann. Trotzdem müsst ihr bereits nach Ankunft mit Trainingseinheiten beginnen, damit die Beziehung und das Vertrauen gestärkt werden können.

Es sollte ein ruhiger Haushalt ohne kleine Kinder oder ständig wechselnde Besucher sein. Ein gleichmäßiger Tagesablauf sollte gewährleistet sein.

Gino soll als normaler Familienhund gehalten werden und nicht auf dem Grundstück leben müssen. Nach der Eingewöhnung sollten kleine Spaziergänge möglich sein und geübt werden.

Da es sich hier um keinen jungen Hund handelt, benötigen wir keine Menschen, die mit ihrem Hund lange Strecken laufen oder sich sportlich mit dem Hund betätigen möchten. Eher ruhige Spaziergänge, die langsam größer werden, wo er seine Muskulatur aufbauen kann.

Sein Gesundheitszustand ist sicherlich absolut vernachlässigt worden. Es wird eventuell eine Zahnsanierung notwendig sein, ein Blutbild und natürlich der erste Mittelmeercheck, aber nichts davon sofort nach Einreise. Er lebt jetzt schon so lange mit diesen Defiziten, dass eine Überforderung deswegen in den ersten Wochen nicht nötig ist.

Gino hat vielleicht noch nie in einem Haushalt gelebt, er ist noch nie mit dem Auto gefahren – vieles wird ihm komplett neu sein, darum suche ich Menschen mit guten Nerven, die sich darauf einlassen, die ersten Wochen Zeit und Geduld zu investieren, damit Gino die Chance auf ein artgerechtes Leben erhält.

Gerne berate ich euch zu der Rasse und auch nach Ankunft noch mit Tipps und Tricks im Alltag.

Wir vermitteln bundesweit. Die Koffer sind gepackt und Gino kann nach Deutschland ausreisen.

Geboren

ca. 01.01.2016, eventuell älter

Alterskategorie

Senioren

Rasse

Maremmano Mischling

Schulterhöhe

ca. 56-60cm (nicht genau messbar)

Gewicht

Liegt nicht vor

Geschlecht

Männlich

Kastriert

Nein

Geimpft

Ja

Gechippt

Ja

Mittelmeerkrankheiten

Test folgt nach Einreise

Krankheiten

Keine bekannt

Handicap

Nein

Aufenthaltsort

Canile Comunale Tortoli, Sardinien

Gesucht wird

Zuhause

Hundeverträglichkeit

Ja

Katzenverträglichkeit

Unbekannt

Kinderlieb

Unbekannt

Jagdtrieb

Unbekannt

Garten

Ja

Zweithund

Ja, souveräner Ersthund

Hundeschule

Bedingt

Ansprechpartner

Stefanie Richter


Mitglied des Vorstands
Vermittlung Hunde

Telefon: (0177) 32 68 50 9
E-Mail: stefanie.richter@streunerherzen.com

Video

Rassebeschreibung

Wir stellen vor: Cane da Pastore Maremmano-Abruzzese

Herdenschutzhundmischlinge auf Sardinien


Geschichte bzw. Herkunft

Die Herdenschutzhunde sind eine sehr alte Rasse und kamen aus dem Mittleren Osten über Griechenland nach Italien. Von den Römern wurde der Herdenschutzhund schon im ersten Jahrhundert vor Christus beschrieben. Der Maremmano kommt aus der Maremma (Eine Landschaft in Mittelitalien, zu der die gesamte südliche Toskana und Teile des nördlichen Latiums gehören) und den Abruzzen (Eine Region Italiens mit Grenzen im Norden an die Region Marken, im Westen an die Region Latium, im Süden an die Region Molise und im Osten an die Adria. Obwohl sie geographisch eher zu Mittelitalien gehören, werden sie offiziell zu den Regionen Süditaliens gezählt). Sein offizieller Name lautet daher Maremmano-Abruzzese und ist eine der großen weißen Hirtenhundrassen ursprünglicher Art.

Damals unterschied man in Maremmano und Abruzzer, welche leichte Unterschiede z.B. in Körperbau und Felldicht aufwiesen. Anfang der 50er Jahre wurden sie als eine Rasse erkannt und seitdem in einem gemeinsamen Zuchtbuch geführt. Der Maremmano war schon immer ein Arbeitstier und somit blieb er verschont von züchterischen “Verschönerungen”, die leider so oft zu Überzüchtungen und somit zu Anfälligkeiten, Krankheiten oder Behinderungen führen. Wird der Maremmano artgerecht gehalten ist er so gut wie nie krank. Hinzu kommt, dass diese Rasse keine züchtungsbedingten Erbkrankheiten hat und somit erreicht der Maremmano oft ein hohes Alter.

In Deutschland war diese Rasse lange unbekannt. Außerhalb Italiens gab es Bestände in England, Schweden, den Niederlanden und den USA. Mittlerweile findet der Maremmano auch langsam immer mehr Freunde in der Schweiz und auch in Deutschland. Die wenigen hiesigen Tiere stammen alle direkt aus Italien.

Rassebeschreibung
  • FCI Standard: Nr. 201
  • Gruppe: 1. Hüte- und Treibhunde (ohne Schweizer Sennenhunde)
  • Sektion: 1. Schäferhunde
  • Herkunft: Mittelitalien
  • Körper: Ein rustikaler, kräftiger und großformatiger Hund, dennoch wirkt er nicht schwerfällig, sondern elegant und würdevoll.
  • Ohren: hoch angesetzt und hängend (V-förmig)
  • Augen: dunkel, mandelförmig, klein
  • Rute: locker getragen bei gesteigerter Aufmerksamkeit aufgestellt, aber nicht über den Rücken gerollt.
  • Haarkleid: langes üppiges Haar, Kragenbildung bis zur Brust, Rücken bis zu 8cm lang mit geschlossener Decke, dichte Unterwolle, an Schnauze, Ohren, Schädel, sowie Vorderseite Gliedmaßen kurz. Die Farbe ist reinweiß, elfenbein oder Falb an den Ohren zulässig.
  • Gangwerk: raumgreifende, majestätische Bewegungen
  • Widerristhöhe: Rüden: 65-73cm, Hündin: 60-68cm
  • Gewicht: Rüden 35-45kg, Hündin 30-40kg
Arbeitseinsatz

Maremmani wurden schon immer und werden heute noch als Hüte- und Hirtenhund hauptsächlich in Schafherden eingesetzt, d.h. sie treiben die Herde und helfen dem Schäfer bei ihrer Bewachung und Verteidigung. Nachts bleiben die Schafe draußen in mobilen Gehegen und während der Schäfer nach Hause geht, kümmert sich der Hund allein um die Herde. Neugeborene Lämmer werden in den ersten Tagen (besonders von der Hündin) nicht aus den Augen gelassen. Sie scheint dann fest davon überzeugt zu sein, dass das Lamm ohne ihre Bewachung überhaupt nicht klarkommen kann. Man konnte schon erleben, dass die Hunde bellend zu ihren Schäfern kamen, wenn ihrer Meinung etwas nicht in Ordnung war. Meistens war es dann auch tatsächlich so. Der Maremmano arbeitet auch als Bewacher und Beschützer der Landhäuser und der Familien. Er ist dabei außerordentlich aufmerksam und zuverlässig. Er scheint genau zu wissen, was wirkt. Die Hunde stellen sich am Zaun oder am Tor vor dem fremden Eindringling auf und machen sich so groß, wie sie können. Sie sträuben die Nackenhaare, richten den Schwanz auf und verbellen mit möglichst tiefer Stimme jeden, den sie nicht kennen. Sollte der dann tatsächlich auf die Idee kommen, weitergehen zu wollen, kann man ja noch erschreckend knurren. Sie lassen sich dabei überhaupt nicht beirren, ganz egal, wie lange es dauern sollte. Geht der Fremde wieder, sehen sie das offensichtlich ganz und gar für sich zufrieden als Erfolg und gehen wieder auf ihren Beobachtungsposten zurück. Wenn der Herr da ist und den Besucher begrüßt, hören sie sofort mit ihren “Vertreibungsversuchen” auf und verhalten sich freundlich, aber eher zurückhaltend. Bestimmt meinen sie, jetzt sei ich wohl für alles weitere verantwortlich. Der Maremmano wurde stets als Arbeitstier benutzt.

Charakter

Der Charakter des Maremmano kann nur vor dem Hintergrund seiner jahrtausendelangen Aufgabe im Herdendienst und als Wachhund verstehen. Er bewacht und beschützt das ihm Anvertraute ohne Kompromisse mit größter Hingabe. Das hält er für seine Pflicht, und dann kann man sich doch als ordentlicher Hund nicht einfach abbringen lassen. Es kann doch nicht richtig sein, dass sich in der Nähe des Zauns etwas bewegt oder sogar Krach macht, ohne dass ein verantwortungsbewusster Maremmano nachschaut, was da sein könnte… oder zumindest erst einmal warnend bellt, bevor es noch schlimmer kommt. Es geht natürlich auch nicht an, dass man einfach so, nur weil Frauchen aus dem Fenster gerufen hat, glaubt, dass das alles ungefährlich sei. Wenn man schon selbst nicht durch den Zaun bis dahin gehen kann, dann ist es doch das Mindeste, das sie sofort hierher kommt und sich auch das einmal anschaut! Überhaupt gibt es unverständliche Dinge wie zum Beispiel immer dieses Rufen “komm!”. Als Maremmano sucht man sich einen guten Beobachtungspunkt, möglichst hoch und in der Nähe des Zauns, damit man jede Gefahr möglichst früh erkennt. Es wäre ja geradezu fahrlässig, nur wegen “komm” ohne sichtbaren Grund, ohne erkennbare wichtigere Aufgabe einfach wegzugehen – da muss ja was passieren! Auf Spaziergängen muss man als Maremmano natürlich darauf achten, dass Frauchen nichts passiert. Aber wie soll man eine Gefahr früh erkennen, wenn man direkt neben ihr bleibt? Da muss man doch in großem Abstand vor und neben ihr laufen, damit erst gar nichts herankommen kann. Dieser ausgeprägte Schutztrieb bezieht sich abhängig von der Haltung auf alles, wofür sich der Hund verantwortlich fühlt: die Schafe, das Grundstück, das Haus, die Familie, die Kinder. Das ist dann jeweils sein “ein und alles”!

Der Maremmano ist also sehr eigenwillig und bestimmt kein Hund für Jedermann. Wer einen unterwürfigen “Befehlsempfänger” sucht, ist an der falschen Adresse. Die Hunde sind sehr robust, mutig und durchaus gutmütig. Sie sind selbständig und zuverlässig, richtig gute Kumpels. Sie sind freundliche, zuverlässige Freunde, die aber auch so behandelt werden wollen und müssen. Maremmani treiben die Herde und helfen den Schäfer bei der Bewachung und Verteidigung.

Erziehung

Es ist an sich recht einfach und macht sehr viel Spaß, junge Maremmani zu erziehen. Sie sind regelrecht lernbegierig und dabei sehr feinfühlig. Wenn man ihnen etwas gezeigt hat und sie auch noch kräftig dafür gelobt hat, sind sie völlig begeistert und wollen es gleich noch einmal machen. Nach wenigen Wiederholungen innerhalb einiger Tage “sitzt” die Übung schon. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass sie immer versuchen, alles richtig zu machen. Man hat es schon oft erlebt, dass die Hunde, wenn sie etwas Neues tun, zuerst zu ihrem Herrn schauen, um zu sehen, was er wohl sagen wird. Wenn dann ein Tadel kommt, hören sie eigentlich sofort auf. Die Tiere haben ein ausgezeichnetes Gedächtnis. Das gilt natürlich auch für zu harte und ungerechte Strafen. Je nach Charakter reagieren sie dann, als sei die Welt untergegangen. Es ist angebracht, Maremmani freundlich ruhig und geduldig und sehr konsequent zu zeigen, was von ihnen erwartet wird. Schläge oder Gebrüll führen bestenfalls zu nichts, meist zu Verschüchterung oder Auflehnung. Die Rasse ist vom Hause aus sehr selbständig und somit eigenwillig, was eine klare Rangordnung zwischen Herr und Hund wichtig macht. Der Maremmano wird sich, wie gesagt, nicht unterwerfen, aber er akzeptiert vom “Rudelführer” gesetzte Grenzen und Verbote. Das setzt freilich voraus, dass absolut klar ist, wer der Chef ist. Darauf ist insbesondere während der Pubertät der Rüden zu achten. Durch freundliche, geduldige Konsequenz erreicht man so gut wie alles. Viele sagen “Der Maremmano hört aufs Wort, nur nicht aufs erste.” Maremmani halten sich gerne draußen auf.

Haltung

Maremmani sind sehr anpassungsfähig an unterschiedlichsten Klimate: In ihrem Verbreitungsgebiet wurden die Herden im Winter in trockenen, niedrigen Gebieten, im Sommer auf grünen Bergwiesen geweidet. Sie halten sich gerne ständig draußen auf. Selbst bei schlechtestem Wetter suchen sie erst sehr spät eine geschützte Ecke. Man kann sie sehr gut in das Haus lassen: Sie sind schnell stubenrein, sind immer vorsichtig, trotz ihrer Größe nichts kaputt geht und akzeptieren, dass trotz geöffneter Tür manche Räume nicht betreten werden dürfen. Interessanterweise riechen Maremmani bei noch so feuchten Wetter überhaupt nicht. Das sollte aber Niemanden auf die Idee bringen, diese Hunde in einer Stadtwohnung halten zu wollen. Sie brauchen viel mehr Bewegung und Freiheit, als auch noch so regelmäßige und ausgedehnte Spaziergänge bringen können. Und vor allen Dingen: Sie brauchen unbedingt eine Aufgabe. Nur da sein und gestreichelt werden, findet ein Maremmano zwar auch ganz prima, aber doch nicht den ganzen Tag…

Nach dem bisher gesagtem, versteht es sich wohl selbst, dass diese Hunde weder Ketten vertragen, noch in einem Zwinger gehören. Beides bedeutet eine unverhältnismäßige Beschränkung ihrer natürlichen Verhaltensweise. Ihr Fell ist zwar weiß und lang und dicht, bedarf aber keiner großen Pflege. Einmal wöchentliches Kämmen genügt, um Verfilzungen zu vermeiden. Nach Ausflügen im Herbst kommen die Hunde manchmal eher braun als weiß nach Hause – aber keine Aufregung: Sobald der Hund wieder getrocknet ist, fällt fast aller Schmutz von allein ab. Den Rest kann man leicht auskämmen. Diese schutzabweisende Eigenschaft des Fells schadet man durch Shampoo nur, weshalb Baden nicht zu empfehlen ist. “Wir lassen unsere Hunde den ganzen Tag frei auf einer Fläche von mehr als einem Hektar laufen!” Man kann immer wieder beobachten dass die Hunde am liebsten auch noch das benachbarte Ackerland mit in Besitz nehmen würden. Sie haben hier die Aufgabe auf das Haus und das Grundstück zu achten.

Der Maremmano frisst im Vergleich mit anderen Rassen ähnlicher Größe relativ wenig. Es besteht oft der Fall, dass sie ab und zu ihre Mahlzeiten von sich auslassen. Diese Hunde überfressen sich nicht. Es scheint auch keine überwichtigen Tiere zu geben. Ihre Zucht ist nicht einfach, weil die Hunde mit geringem Geschlechtstrieb problemloser arbeiten, so dass im Laufe der Zeit eine quasi natürliche Selektion in dieser Beziehung stattfand. Es findet sich eine gewisse Unregelmäßigkeit der Hitze bei Hündinnen. Es sind männliche und weibliche Tiere beschrieben, die keinerlei Decklust zeigen.

Wir weisen darauf hin, dass dies nur eine oberflächliche Beschreibung ist und jedes Tier individuell zu betrachten ist.

Teile der Rassenbeschreibung stammen aus der Quelle: “Tierwelt”, Hans-Peter Blättler

Voraussetzung für eine Adoption eines Maremmano-Mischlings

Da keinerlei Tiere, die von uns vermittelt werden, in Tierheimen enden sollen, haben wir klare Bedingungen zur Adoption von den Herdenschutzhunden aufgestellt. Unverzichtbar ist hierbei:

  • Großes Grundstück
  • Mindestens eine Zaunhöhe von 1,60m
  • Haus im Grünen
  • Familienanschluss
  • Keine Zwinger-, Außen- oder Kettenhaltung
  • Hundeerfahrung

Wir bitten hier um Ihr Verständnis, auch wenn wir Ausnahmen kennen, die sich in Wohnungen wohl fühlen.


Herdenschutzhundmischlinge vermittelt in Deutschland