Rückblick 2018

Unser Verein STREUNERHerzen feiert dieses Jahr seinen 10. Geburtstag (lies hier unseren Beitrag dazu).

Zur Feier dieses Jubiläums möchten wir euch an Rückblicken aus den vergangenen Jahren teilhaben lassen.

Lasst euch überraschen und begleitet uns auf diese emotionale Reise, die “STREUNERHerzen” in all ihren Facetten zeigt und unsere Vision von Tierschutz und Prävention widerspiegelt.

Rückblick 2018

Das Jahr 2018 stellte uns vor große Herausforderungen.

Wie wir schon im Rückblick 2015 berichteten, entschlossen wir uns damals zu einer Kooperation mit dem Canile in Tortoli und dem damaligen Tierheimleiter Sandro. Hier sollte man wissen, dass alle drei Jahre die Stelle der Tierheimleitung von der Kommune neu ausgeschrieben wird.

Bei der erneuten Ausschreibung im Jahr 2018 erhielt Sandro nicht den Zuschlag. Für den Verein war dies ein trauriger Moment, denn in den drei Jahren entstand nicht nur eine gute Kooperation, bei der vielen Tieren geholfen wurde, sondern auch eine Freundschaft mit Sandro.

Eine kurzfristige Lösung wurde gefunden und eine ältere Dame zur Tierheimleiterin benannt – so lange, bis eine neue Ausschreibung fertiggestellt sein würde. Da nun keine Kooperation mit uns gewünscht war, versuchten wir, viele unserer Schützlinge nach Deutschland zu holen. Leider blieben einige zurück.

Wie und ob es überhaupt mit dem Canile Tortoli weitergehen würde, wussten wir zu diesem Zeitpunkt nicht. Es schmerzte sehr, die Tiere, die wir persönlich kannten, zurücklassen zu müssen.

2018 war auch ein erfolgreiches Vermittlungsjahr. Es wurden 278 Hunde und 110 Katzen vermittelt.

Gerne erinnern wir uns an Katze Fede, die mit ihren 3 Beinchen ihr Traumzuhause fand oder Kater Cristiano, der trotz Sarcoptes-Räude, FIV positiv-Testung, schwerem Hornhautschaden am linken Auge und extremen Zahnproblemen eine liebe Familie fand, die ihn adoptierte.

Unvergessen bleibt Talia, die gelähmte Hündin aus Tortoli, die trotz ihres Handicaps ihre Fröhlichkeit nie verloren hat. Wir sind unendlich dankbar, dass es Menschen gibt, die auch diesen Hunden eine Chance geben und ihnen ein schönes Zuhause schenken.

Dann war da noch die kleine Lulu Bella. Mit Leishmaniose im Gepäck zog sie nach einem kurzen Zwischenstopp auf einer Pflegestelle zu ihrer Familie. Auch sie ist ein Beispiel dafür, dass Hunde mit Leishmaniose ein hohes Alter erreichen können. Sie starb im August 2023 im Alter von 13,5 Jahren. Hier könnt ihr den Abschiedsbrief ihres Frauchens lesen.

Wenn Senioren oder Gnadenbrothunde zu ihren Familien ziehen und noch einmal Liebe und Geborgenheit erfahren dürfen, ist es für uns immer ein ganz besonderer Moment. Auch im Jahr 2018 gehörten Opa Fiume (11 Jahre), Daido (14 Jahre) und Teo (13 Jahre) – um nur einige zu nennen – zu den Glücklichen, die noch von ihren Menschen gesehen wurden und das Gefühl von Geborgenheit erleben durften.

Kein Tier sollte auf kaltem Betonboden einsam und allein sterben. Auch hier möchten wir den Menschen von Herzen danken, die keine Scheu davor haben, einer armen alten Seele aus dem Tierheim einen schönen Lebensabend zu schenken. Mille Grazie!